News // 09.01.2011
NEW ART - FORMERLY KNOWN AS: NEW ART
urban artists paying homage to innovators from the history of art
Judith Supine / Christian Awe / Jonathan Yeo / Helle Mardahl / XOOOOX / Kevin Earl Taylor / Anton Unai / Jaybo Monk / Adriana Ciudad / Stefan Strumbel / Marco "Pho" Grassi
VS.
Gustav Klimt, Giovanni Battista Tiepolo, Pablo Picasso, Damien Hirst, Andy Warhol, Pierre Soulages, Henri Matisse, Théodore Géricault, James Ensor
Preview jan 20th 7-9 pm / show open until march 5th tue-sat 12am-6 pm
Gipsstrasse 11 / Berlin Mitte / Germany
Diese Ausstellung ist eine homage an den Innovationsgeist vergangener Künstlergenerationen. Junge Künstler aus der ganzen Welt interpretieren ein Werk aus der Kunstgeschichte.
art
Die Kunst schaut auf eine Geschichte zurück, die so vielseitig und faszinierend ist wie unsere heutige Zeit. Unter den Zeichnern, Designern, Bildhauern, Malern,
Kalligraphen, Modemachern und Architekten der vergangenen Jahrtausende entstehen konstant neue Avantgarden, die sich etablieren, um dann schon bald von der nächsten
innovationsdurstigen Generation abgelöst zu werden. Ein Kreationsprozess, der naturgemäß auf vorangehende Ästhetiken, Konzepte und Techniken baut – diese
dekonstruiert, um dann einen zeitgenössischen Kunst-Remix zu erstellen. Manche Künstler verzichten auf diesen bewussten Bezug zur Geschichte. Sie schaffen ganz frei
und radikal neue Ansätze: Die Neue Kunst. Als der französisch-amerikanische Künstler Marcel Duchamp im frühen zwanzigsten Jahrhundert ein handelsübliches Pissoir zum Kunstwerk deklariert, entsteht ein Eklat in der Kunstwelt. Duchamps radikale Neuinterpretation des Kunstbegriffs stellt den bis dato eher ästhetischen Schaffensprozess in der bildenden Kunst provozierend in Frage. Schließlich setzt er sich mit seinem intellektuellen Ansatz durch und prägt somit wichtige kunstgeschichtliche Strömungen wie die Konzeptkunst, den Dadaismus und den Surrealismus.
Gerade entsteht weltweit eine Bewegung, die wieder als Vorreiter für neue Strömungen in der Kunst von morgen stehen könnte. Man könnte sie als Street Art, New Art oder als Urban Art bezeichnen – die beteiligten Künstler jedenfalls wehren sich gegen solche Kategorisierungen. Was sie aber verbindet ist eine tendenzielle Negierung des akademischen Duktus der Universitäten und der etablierten Kunst-Institutionen. Inspiriert durch ihr Leben in urbanen Subkulturen wie Graffiti, Street Art, Grafikdesign, Punkrock oder Avantgarde Mode entwickeln sie eine kulturell getriebene Leidenschaft zur Kunst. Aus einem ureigenem Antrieb produzieren sie hochqualitative Werke - manchmal illegal, aber in jedem Fall ganz nah am Leben. Eine erfrischende Position in der zunehmend künstlichen Welt der bildenden Kunst.